Seewen katapultiert sich in den Playoff-Final

Viel Power vor Hüter Colin Stauffacher, von links: Lucas Smith, Fabio Kläy und David Moser von Langenthal und Ramon Schnüriger (15) sowie Luca Langenegger (46) und Fabio Langenegger (18). Bild Erhard Gick
In der dritten Partie zwischen dem EHC Seewen und dem SC Langenthal gab es einen überlegenen Sieger. Die Seebner schossen sich mit einem 5:1 in den Playoff-Final. Sie gewannen die Serie 3:0.
Erhard Gick
Im dritten Spiel der Playoff-Halbfinals deklassierte der EHC Seewen den SC Langenthal. Die Gäste vermochten spätestens nach dem 3:0 im Startdrittel und weiteren zwei Toren im Mitteldrittel nichts mehr auszurichten. Auch die Paradelinie um Bandiera, Girardi und Krayem vermochte nicht entgegenzuhalten. Die entfesselten Seebner katapultierten sich mit einem 5:1-Sieg in den Final. Das gab eine Standing Ovation der 700 Fans im Zingel. Der Zingel kochte, die Fans feierten das Team. Das war ein Hockeyfest, wie man es liebt.
Drei Volltreffer im Stardrittel
as Startdrittel begann wie die beiden ersten in dieser Serie. Langenthal begann sofort Druck aufzubauen und konnte Seewen eine knappe Minute lang im Verteidigungsdrittel der Schwyzer festnageln. Dann kamen eine erste Befreiung und damit auch die ersten brandheissen Szenen auf der Gegenseite. Aron Welter, Niklas Maurenbrecher und Calvin Schleiss trugen sich zuerst in die Schussliste ein. Es waren knappe fünf Minuten gespielt, dann wanderte Florin Meinen für ein Haken in die Kühlbox. Das Trio Niklas Maurenbrecher, Calvin Schleiss und Yannick Capaul liess sich nicht zweimal bitten. Nach 11 Sekunden war die Strafe vorbei, der Puck zappelte erstmals im Netz. In der 14. Minute doppelte Aron Welter, wieder nach einer Vorbereitung von Niklas Maurenbrecher nach: 2:0. Kurz zuvor gaben die Schiris einen Netztreffer und Rückpraller nicht. Aber 19 Sekunden vor dem Pausentee knallte Sandro Steiner die Scheibe zum dritten Mal ins Netz. Thomas Moreno und Calvin Schleiss waren die Vorbereiter. Seewen hatte erkannt, dass Stauffacher bei Langenthal seine Schwächen bei halbhoch geschossenen Pucks hatte.
Drei Einschüsse bei Langenthal, das war zu viel für die Gäste. Sie wechselten ihren Torhüter Stauffacher gegen Kurt aus. Das Mitteldrittel war aus Sicht der Unparteiischen alles andere als souverän geführt. Die Strafen waren eher Kompensationen aus dem Startdrittel. Die Antwort Seewens liess nicht lange auf sich warten. In der 24. Minute passte Silvan Schönmann zu Livio Langenegger, der prüfte Kurt im Kasten. Die Scheibe blieb 30 Zentimeter vor der Torlinie liegen. Fabio Langenegger reagierte kalt und schob die Scheibe zum 4:0 über die Linie. So etwas wie eine Vorentscheidung. Drei Sekunden vor Drittelsende schoss Fabio Langenegger die Gäste endgültig ins Elend. Der fünfte Treffer war durch Niklas Maurenbrecher und Lars Kieni vorbereitet.
Im Schlussdrittel das Gas weggenommen
Im Schlussdrittel schaltete Seewen einen Gang tiefer. Das liess den Gästen wieder mehr Spielraum. Inn der 52. Spielminute hatte Yannick Capaul die Möglichkeit zum 6:0. Ein Halb-Volleyschuss, den Louis Kurt mit einem Big Safe angelte. Seewen bestimmte nach wie vor den Spielfluss, aber beschränkte sich auf einen sicheren Verlauf der Aktionen. Seewen nahm das Gas aus dem Spiel, verwaltete das Resultat. Die fast 700 Zuschauer bekamen aber in jedem Fall ein Hockeyfest serviert. Zweimal sicherte sich Seewen nun einen 3:0-Playoff-Sieg, im Viertel- wie im Halbfinal.
EHC Seewen – SC Langenthal 5:1 (3:0, 2:0, 0:1)
Kunsteisbahn Zingel, Seewen. 697 Zuschauer. SR: Philipp Clément/Jean-Mairet Geoffrey, Antoine Stiassny/Yanik Stryffeler.
Tore: 6. Capaul (Schleiss, Maurenbrecher / Ausschluss Meinen) 1:0. 14. Welter (Maurenbrecher) 2:0. 20. (19:41) S. Steiner (Schleiss, Moreno / Ausschlüsse Capaul und Jobin) 3:0. 24. Fabio Langenegger (Livio Langenegger, Silvan Schönmann) 4:0. 40. (39.57) Fabio Langenegger (Kieni, Maurenbrecher) 5:0. 59. Ranov (Kläy, Krayem) 5:1.
Strafen: 4-mal 2 Minuten gegen Seewen; 8-mal 2 Minuten gegen Langenthal.
EHC Seewen: Jay-Finn Kobler; Livio Fischer, Lars Kieni; Noé Bachmann, Thomas Moreno; Francesco Gärtner, Tim Büeler; Devin Stillhardt; Adrian Steiner, Mika Burkhalter, Livio Langenegger; Silvan Schönmann, Fabio Langenegger, Marco Waser; Niklas Maurenbrecher, Yannick Capaul, Aron Welter; Calvin Schleiss, Luca Langenegger, Sandro Steiner; Ramon Schnüriger.
SC Langenthal: Colin Stauffacher; Florian Perrenoud, David Moser; Timo Maurer, Geoffrey Jaquet; Lucas Smith, Gian-Marco Schmied; Patrick Bandiera, Gauthier Girardin, Hassan Krayem; Nicolas Jobin, Fabio Kläy, Gian Luca Balzer; Finn Naber, Michael Bütikofer, Anton Ranov; Mario Aeberhard, Florin Meinen, Alain Boppart.
Bemerkungen: Seewen ohne Robin Büeler (verletzt), Jonas Fries (krank), Timon Wey (Militär), Dean Schnüriger, Jan Schwitter und Livio Reichmuth (alle überzählig). 16. Tor Seewen aberkannt. 20. Louis Kurt für Stauffacher.