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 EHC Seewen verpasst die Playoffs


Knappe Niederlage bedeutet Abstiegskampf.

(von Pepi Kälin)
Der Trainerwechsel vor einer Woche - Daniel Bieri ersetzte Andreas Beutler - sollte bei Hockey Huttwil als Weckruf dienen. Der Gast kam als Schlusslicht in diesen Match, aber man wusste im Kreise des EHC Seewen um dessen Stärken: Zweitbestes Powerplay und am drittmeisten Tore in der MySportsleague geschossen. Der EHC Seewen spielte deshalb sehr diszipliniert, nahm im ganzen Spiel nur gerade zwei kleine Strafen. Aber leider war man auch in manchen Situationen etwas zu verspielt, gab einen Pass zu viel, zögerte anstatt direkt zu schiessen und liess ganz allgemein die letzte Entschlossenheit vermissen. So vor allem in den zahlreichen Powerplays, die der Gastgeber in diesem Spiel aufziehen konnte. Die Oberaargauer ihrerseits spielten ein gutes Boxplay und hatten einen starken Rückhalt in Torhüter Lukas Gasser. Aber auch sein Antipode Bryan Rüegger hielt stark. So entschied ein einziges Tor diese wichtige Partie. Nach dieser Niederlage und dem Sieg von Arosa, muss der EHC Seewen somit im Endeffekt doch noch das klare Verdikt Playouts akzeptieren und mit der richtigen Einstellung und Kämpferherzen in die Abstiegsrunde steigen, um möglichst schnell die rettenden Punkte zu ergattern.


Geschenk gleich zum Sieg genutzt
Zum Spielanfang waren für die Seebner leichte Vorteile und bei den Gästen aus Huttwil aufgrund der Tabellenlage eine gewisse Nervosität auszumachen. Aber dies konnte nicht mit Zählbarem ausgenützt werden. Mathias Arnold in der 5., Simon Schnüriger mit einem Weitschuss in der 15. und Nicolas Koller in der 19. Minute hatten noch die besten Torchancen. Dazwischen war aber Hockey Huttwil am Drücker und als das erste Powerplay des EHC Seewen enttäuschend ablief, verspielten die Einheimischen im eigenen Drittel die Scheibe, was die "Meyer-Brothers" im Gästeteam zur Führung nutzten.


Zweites Drittel liess hoffen
Ein Beinahe-Shorthander in der 25. Minute rüttelte die Seebner auf und endlich ergaben sich Top-Chancen im Minutentakt. Zweimal Rolf Portmann, Yannic Noll und Robin Büeler scheiterten am Torhüter oder am Pfosten äusserst knapp. Zum ersten (und einzigen) Mal klappte zur Spielmitte auch das Powerplay, aber der zu diesem Zeitpunkt verdiente Ausgleich blieb aus. Im Schlussdrittel hatte Stefan Diezi gleich zu Beginn noch eine Riesenchance, aber ansonsten plätscherte das Spiel so dahin, blieb zwar spannend, aber man bekam den Eindruck, dass Seewen noch lange hätte spielen können, ohne dass an diesem Abend der Puck ins Tor gefallen wäre. Kleinere Scharmützel zum Schluss der Partie waren als Markierung für die kommenden brisanten Playout-Partien zu werten. Da treffen sich die beiden Teams wieder, zusammen mit Düdingen und Thun.

Die Abstiegsrunde startet laut Rundenplan am nächsten Dienstag, 11. Februar 2020, voraussichtlich mit einem Auswärtsspiel beim EHC Thun.


EHC Seewen - Hockey Huttwil 0:1 (0:1, 0:0, 0:0)
KEB Zingel, Seewen. 612 Zuschauer. - SR: Truffer, Humair/Duc.
Tore: 11. Meyer Patrick (Meyer Marco) 0:1.
Strafen: 2 mal 2 Minuten gegen Seewen; 9 mal 2 Minuten gegen Huttwil.
Seewen: Rüegger; Schnüriger S., Scheiber; Büeler R., Christen; Auriemma, Büeler T.; Fries, Noll, Zurkirchen; Schön, Arnold, Diezi; Steiner, Portmann, Koller; Gisler, Bettinaglio, Märchy.
Huttwil: Gasser; Seematter, Mosimann; Schütz, Felder; Matter, Farner; Kunz; Lerch, Nägeli, Meyer P.; Steiner, Blaser, Meyer M.; Gurtner, Hain, Messerli; Ruch, Lanz, Trüssel.
Bemerkungen: 59. Timeout Seewen. 34. Zwei Pfostenschüsse Seewen; 36. Pfostenschuss Huttwil.