News


 600 feierten Seewens Arbeitssieg


Nico Graf hatte Arosas Keyplayer Ramon Pfranger unter Kontrolle. Bild Erhard Gick


Der EHC Seewen erkämpft gegen Arosa einen 3:1-Sieg und wahrt sich die Playoff-Chance.


Erhard Gick

Der EHC Seewen war sich der Brisanz des Spiels bewusst. Nur mit einem Sieg konnte er sich überhaupt noch die Chance auf eine Playoff-Teilnahme wahren. Entsprechend stiegen die Schwyzer in dieses Spiel, machten von Anfang an viel Druck, und das zahlte sich aus.
Die über 600 Zuschauer wurden aber im Stadion Zingel auf die Folter gespannt. In der 45. Minute hatte Fries den vermeintlichen Entscheidungstreffer zum 2:0 auf dem Stock. Seinen Direktschuss lenkte Arosas Kotry in extremis ins Auffangnetz. Seewen bekam zusehends Mühe, das Spiel mitzugestalten. Das rächte sich in der 51. Minute, als Roner bei einem Gestocher vor Rüeggers Tor die Scheibe zu Infanger spedierte und der zum Ausgleich einschob. Gemessen Verlauf des Schlussdrittels bis zu diesem Punkt, war der Ausgleich aber durchaus verdient. Dann allerdings sorgte Noll für den erneuten Führungstreffer. Zwei Minuten vor Spielende ersetzte Arosa seinen Hüter durch einen sechsten Feldspieler. Zurkirchen schoss bei kochender Halle den EHC Seewen definitiv ins Glück.


Starkes Startdrittel für Gastgeber Seewen
Seewen startete wie die Feuerwehr in dieses Spiel. Nach eineinhalb Minuten sorgte das Duo Fries und Zurkirchen für ein erstes Spektakel. Der Querschuss blieb auf der Torlinie liegen, man war bereits geneigt zu jubeln. Das gleiche Duo, in umgekehrter Reihenfolge, machte den Sack aber in der 5. Minute zu. Seewen ging verdient in Führung. Die Zuschauer durften gute Spielzüge der Einheimischen bewundern, die Führung war mehr als verdient. Arosa kam selten zu Chancen, wenn es mal einen Konter starten konnte, war Hexer Rüegger zur Stelle und vereitelte jede Möglichkeit der Bündner.


Hexer Rüegger mit mehreren Big Saves
Stark zeigte sich Seewen auch in den ersten zehn Minuten des Mitteldrittels. Die guten Spielzüge lagen eindeutig auf der Seite der Schwyzer. Eine erste Unterzahlsituation überstanden die Gastgeber dank sehr starkem Boxplay unbeschadet. Nur einmal wurde es brenzlig, als Ramon Pfranger einen Schuss ans Lattenkreuz setzte.
In der zweiten Spielhälfte kam Arosa deutlich besser in Fahrt, das war aber auch eine Ursache von zwei Strafen, die Seewen noch kassierte. Kurz vor Drittelsende musste nach Simon Schnüriger auch Jonas Fries in die Kühlbox. Und einmal mehr stand ein Spieler im Mittelpunkt: Torhüter Bryan Rüegger, der die Schwyzer in zahlreichen brenzligen, ja brennenden Momenten immer wieder im Spiel behielt. Rüegger verzeichnete mehr als einen Big Save im Mitteldrittel. Auch wenn Seewen nach 40 Minuten verdient mit 1:0 führte und mehr Spielanteile besass, brachte die Entscheidung erst das Schlussdrittel.

EHC Seewen - EHC Arosa 3:1 (1:0, 0:0, 2:1)
KEB Zingel, Seewen. 654 Zuschauer. - SR: Blum, König/Iseli.
Tore: 5. Zurkirchen (Fries) 1:0. 51. Infanger (Roner) 1:1. 55. Noll (Zurkirchen / Ausschluss Brazzola) 2:1. 60. (59:43) Zurkirchen (Büeler) 3:1. - Strafen: 3mal 2 Minuten plus 10 Minuten (Diezi, Bandencheck) gegen Seewen; 3mal 2 Minuten gegen Arosa.
EHC Seewen: Rüegger; Schnüriger, Scheiber; R. Büeler, T. Christen; Auriemma, Graf; Fries, Noll, Zurkirchen; Schön Arnold, Diezi; Steiner, Schönmann, Koller; Gisler, Bettinaglio, Märchy.
EHC Arosa: Kotry; Lindemann, Hostettler; Bahar, Dünser; Brazzola, Agha; Klopfer, Roffler; Bruderer, Roner, Infanger; Bandiera, Amstutz, Jeyabalan; Lampert, Cola, Pfranger; Tosio, Weber, Däscher.
Bemerkungen: Seewen ohne Portmann, Michel, T. Büeler und Kutil (alle verletzt). 33. Jeyabalan Lattenschuss. 59. Time-out Arosa. Arosa ohne Kotry.