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 Der nächste "Dreier" gegen Basel


Begeisternder Auftritt des EHC Seewen.

(von Pepi Kälin)
Die beiden Trainer Robert Othmann (Basel) und Albert Malgin (Seewen) waren sich nach dem Spiel einig: «Ein intensives Spiel mit Playoff-Charakter, vielen Strafen und Emotionen, wo das Glück diesmal - auch dank der Special Teams - den Seewern verdientermassen hold war». Doch alles der Reihe nach: In der Anfangsphase ein Hin und Her mit leichten Vorteilen für Basel. Goalie Kevin Liechti, der diesmal vor Bryan Rüegger den Vorzug erhielt, zeigte einige Paraden und schon in der dritten Minute einen Big Save. Aber auch Seewen kam zu Chancen, so u.a. in der 6. Minute durch Sandro Steiner mit einem schönen Schuss, den aber Fabio Haller im Basler Tor entschärfte. Das erste Powerplay von Seewen war ein laues Lüftchen, aber bei beidseitigem Vollbestand versuchte man trotzdem dran zu bleiben, mit dem verdienten Lohn des Führungstreffers.


Emotionen und Strafen forcierten Special Teams

Eine tolle Zuschauerkulisse von über 1000 Köpfen bildete den schönen Rahmen für dieses intensive und fesselnde MySports League-Spiel. Die erste Strafe gegen Seewen wurde von den Baslern gleich ausgenützt, aber die Antwort des EHCS erfolgte prompt. Zur Spielmitte nach einer 2-Minuten-Strafe gegen Seewen nahmen die Emotionen überhand, als Sandro Steiner (Bandencheck gegen Kopf) und Leandro Gfeller aneinander gerieten und die Fäuste sprechen liessen. Für beide gab es Restausschlüsse. Das anschliessende Powerplay des EHC Basel war nicht mehr so zwingend bzw. das Boxplay klappte nunmehr bei den Seebnern einiges besser. Umso ärgerlicher, dass man dann in der 35. Minute einen Shorthander zum neuerlichen Ausgleich kassierte. Der Schlusspunkt im zweiten Drittel setzte eine herrlich herausgespielte Kombination von der ersten Linie der Einheimischen, die Topskorer Claudio Zurkirchen mit einem "Sonntags"-Hocheckschuss veredelte. Auch wenn der EHC Basel die technisch feinere Klinge führte, war dieser Vorsprung der Seebner nicht gestohlen. Und im dritten Drittel liess man mit dem Zweitorevorsprung und vielen Strafen der Gäste nichts mehr anbrennen, auch dank der weiterhin Top-Leistung von Goalie Liechti, der u.a. mit einer tollen Parade einen zweiten Shorthander der Gäste verhinderte. Die Zuschauer sahen ein Super-Spiel und schenkten dem aufopfernd kämpfenden Seewen-Team eine stehende Ovation. Drei Punkte gesichert, den Anschluss an den Playoff-Strich weiterhin gewahrt und sechs Tore geschossen, was letztmals vor fast genau einem Jahr am 5.1.2019 gegen Düdingen gelang. Am nächsten Mittwochabend zuhause gegen Bülach gilt es nachzulegen.


EHC Seewen - EHC Basel 6:4 (1:0, 2:2, 3:2)

KEB Zingel, Seewen. 1017 Zuschauer. - SR: Blum, Bürgi/Spieler.
Tore: 16. Fries (Noll) 1:0; 24. Valenza A. (Seiler, Rattaggi / Ausschluss Noll) 1:1; 25. Diezi (Arnold) 2:1; 35. Sahli (Schnellmann / Aussschluss Rattaggi!) 2:2; 37. Zurkirchen (Noll, Büeler R.) 3:2; 44. Fries (Zurkirchen, Noll / Ausschluss Valenza Luca) 4:2; 54. Fries (Noll, Zurkirchen / Ausschlüsse Schwoerer, Büsser) 5:2; 57. Portmann (Büeler R./ Ausschluss Schön!) 6:2; 58. Vogt (Himelfarb / Ausschluss Koller) 6:3; 60.Maurenbrecher (Maurer / Ausschluss Kutil) 6:4.
Strafen: 7 mal 2 Minuten, 1 mal 10 Minuten, 1 mal 5 Minuten plus Spieldauerdisziplinarstrafe gegen Seewen; 8 mal 2 Minuten, 1 mal 5 Minuten plus Spieldauerdisziplinarstrafe gegen Basel.
EHC Seewen: Liechti; Schnüriger S., Scheiber; Büeler R., Auriemma; Kutil, Michel; Büeler T., Schnüriger R.; Fries, Noll, Zurkirchen; Wellinger, Arnold, Diezi; Steiner, Portmann, Koller; Gisler, Schön, Märchy.
EHC Basel: Haller; Maurer, Steinmann; Hermkes, Hunziker; Büsser, Gfeller; Schwoerer; Rattaggi, Vogt, Schir; Hrabec, Himelfarb, Seiler; Sahli, Lehner, Schnellmann; Valenza A., Valenza L., Maurenbrecher; Zwissler.
Bemerkungen: 31. Timeout Basel; 51. Timeout Seewen.