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 Chur für Seewen eine Spur zu stark


Der EHC Seewen verliert zu Hause gegen ein immer stärker werdendes Chur mit 1:3.

Seewens Andreas Tschudi beschäftigt die Churer Verteidigung. Bild Erhard Gick


Erhard Gick


«Wir haben stark gespielt, aber uns fehlte einfach das Abschlussglück», sagte Sandro Steiner nach intensiven 60 Spielminuten gegen den EHC Chur. In der Tat hätte das Spiel am Samstagabend auch zu Gunsten der Seebner ausfallen können. «Es war wirklich Pech, dass unsere Möglichkeit zum 2:0 am Innenpfosten abprallte», so Steiner weiter. Bettinaglio war der Unglücksschütze, dessen Schuss die Zuschauer bereits in den Maschen gesehen hatten. Der Gegenschlag der Churer, ein klassischer Konter, ergab dann den Führungstreffer der Bündner. Das 1:3 war mehr Resultatkosmetik ins leere Tor. «Da hat das Glück für uns mitgespielt», sagte Simon Scherrer vom EHC Chur.

Starkes Startdrittel für Seewen
Beide Teams gingen sofort zur Sache und suchten eine frühe Entscheidung, aber konkrete Torchancen blieben in den Startminuten aus. Während Chur im Laufe des Drittels eher desorientiert wirkte, überzeugte Seewen mit schnellen Angriffen. Die Scheibe konnte qualitativ gut im Drittel befördert werden. Bereits in der achten Minute kombinierte Tschudi zu Fries und dessen Querpass fand die Kelle von Noll. Das Kuriose: Noll beförderte die Scheibe im Sturz in die Maschen. In der Folge hatte Seewen noch gute Möglichkeiten. Vor allem sah man ein erstes Powerplay, welches auch den einen oder anderen Schuss aufs Tor brachte. Überzeugende Arbeit leistete Rüegger im Seebner Tor. Wenn es mal brannte, dann griff er gezielt mit sehenswerten Paraden ein.
Im Mitteldrittel startete Chur deutlich stärker, aber nur in den ersten fünf Minuten. Dann fanden die Schwyzer wieder zu ihrem Konzept zurück. Lichterloh brannte es in der 27. Minute vor Sarkis, als Märchy, Bettinaglio und Gisler bei einem Abschluss nur knapp scheiterten. Beide Teams spielten auf Augenhöhe. Die Zuschauer bekamen gutes Eishockey zu sehen.


Chur schaltete Gang höher
Mit einem Paukenschlag startete Chur ins Schlussdrittel. Bischofberger erwischte den bis anhin gut positionierten Seebner Hüter Rüegger mit einem verdeckten Schuss nach 50 Sekunden. Der Torschuss war der erwähnte Pfostenschuss Bettinaglios vorausgegangen. Danach schaltete Chur einen Gang höher. Die Seebner hatten Mühe, ein Spielkonzept zu finden. Das Spiel wickelte sich zeitweise mehrheitlich im Drittel der Schwyzer ab. Es war ein sehr gutes Spiel, wobei man Chur attestieren musste, dass sie in den letzten 20 Minuten eine Nasenlänge voraus lagen. Seewens Aufbäumen kam zu spät. Auch als Malgin seinen Hüter für einen sechsten Feldspieler aus dem Spiel nahm, brachte es nicht den erwünschten Erfolg. Ein Weitschuss Monsteins landete zum 1:3 im Netz der Einheimischen.

EHC Seewen - EHC Chur 1:3 (1:0, 0:1, 0:2)

KEB Zingel, Seewen. 635 Zuschauer. - SR: Castelli, Iseli/Spieler.
Strafen: 3mal 2 Minuten gegen
Tore: 8. Noll (Fries) 1.0. 31. Scherrer 1:1. 41. Bichofberger 1:2. 60. (59.45) Monstein (Seewen ohne Rüegger) 1:3.
Seewen; 2mal 2 Minuten plus 10 Minuten gegen Chur.
EHC Seewen: Rüegger; R. Büeler, Kohli; Leuenberger, Bertoni; Michel, T. Büeler; Schön; Wellinger, Portmann, Zurkirchen; Fries, Noll, Tschudi; Steiner, Arnold, Koller; Gisler, Bettinaglio, Märchy.
EHC Chur: Sarkis; R. Fischer, John; S. Fischer, Schnetzer; Roussette, Stiffler; Egger; Scherrer, Monstein, Schommer; Liechti, Bischofberger, Sablatnig; Sieber, Moser, Vrabec; Rüsi, Capaul, Neurauter.
Bemerkungen: Seewen ohne Simon Schnüriger (privat abwesend). Lukas Scheiber (Rekonvalenzent), Timo Christen (abwesend), Fabian Langenegger und Ramon Schnüriger (Junioren). 41. Bettinaglio Postenschuss. 59. Penalty durch Zurkirchen verursacht, Scherrer scheitert an Rüegger. 60. Seewen ohne Rüegger.