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 Jonas Fries ist der Matchwinner


Seewen gewinnt gegen Arosa in der Verlängerung mit 5:4.


Erhard Gick


Seewen hatte sich für dieses Spiel gegen Arosa vom Samstagabend viel vorgenommen. Zwei Drittel ging die Rechnung der Einheimischen auf, dann glich Arosa nach einer 4:2-Führung Seewens noch aus. Seewen war im Schlussdrittel komplett von der Rolle. In der Verlängerung war Arosa eine Spur näher beim Sieg. Allerdings rechneten sie nicht mit Jonas Fries. Der Seebner nutzte einen Fehler der Bündner eiskalt aus. Er trickste Hüter Kruijsen aus und sicherte Seewen den Sieg und weitere zwei Punkte.

Erst unter Beschuss, dann das Drittel kontrolliert
Einen guten Job machte Seewens Hüter Bryan Rüegger von der ersten Sekunde an. Das war auch nötig, denn schon in der ersten Minute kam Arosa gefährlich auf und der erste Block Seewens mit Arnold, Portmann Zurkirchen kam unter Beschuss. Seewen konnte sich aber schnell aus dem Bündner Würgegriff befreien und machte selbst viel Druck. Und genau der gleiche Block sorgte dann dafür, dass die Einheimischen verdient in Führung gehen konnten. Auf Vorbereitung von Zurkirchen, einem Abpraller Arnolds folgte der Knaller von Portmann zum 1:0. Lange hatte Seewen die Übermacht. Der nächste Treffer war längst fällig. Und der erfolgte prompt. Nicolas Koller servierte einen Rückpass zu Tim Büeler an der blauen Linie. Der Loop landete halbhoch im Netz.
Denkbar unglücklich startete Seewen ins Mitteldrittel. Zurkirchen startete in der Kühlbox und Infanger nutzte das Überzahlspiel zum Anschlusstreffer schon nach 40 Sekunden. Kaum auf dem Eis, servierte Zurkirchen aber zum nächsten Erfolg, ein Traumpass nach links und Arnold stellte mit dem 3:1 den alten Spielstand wieder her. Seewen hatte das Drittel meist unter Kontrolle, ausser beim zweiten Aroser Treffer. Da stand man zu statisch, liess die Bündner gewähren und Hostettler nutzte dies zum zweiten Tor. Alles in allem bot Seewen aber auch in diesem Drittel beste Unterhaltung.

Seewen zu passiv, Arosa aufgebaut
Unverständlich, wie Seewen das Spiel im Schlussdrittel aus der Hand gab. Arosa stellte auf zwei Linien um, machte mächtig Druck und schaffte in der 53. Minute den Anschlusstreffer durch Jeyabalan. Die Bündner, in einem richtigen Höhenflug, zerzausten das Spiel der Schwyzer. Sie fanden kein Rezept, sich aus der Situation zu befreien. Ein Überzahlspiel nutzten sie schliesslich zum Ausgleichstreffer. Das Spiel musste in die Verlängerung. Und in der sicherte sich Seewen den Sieg.




EHC Seewen - EHC Arosa 5:4 (2:0, 2:2, 0:2, 1:0) n. V.
KEB Zingel, Seewen. 502 Zuschauer. - SR: Leimgruber, Cantamessi/Iseli.
Tore: 4. Portmann (Arnold, Zurkirchen) 1:0. 19. T. Büeler (Koller) 2:0. 21. (20.40) Infanger (Amstutz, Brazzola / Ausschluss Zurkirchen) 2:1. 22. (21.00) Arnold (Zurkirchen, Portmann) 3:1. 33. Liechti (Noll, Fries) 4:1. 33. Hostettler 4:2. 54. Jeyabalan (Däscher) 4:3. 58. Bruderer (Ausschluss Zurkirchen) 4:4. 65. (64.25) Fries 5:4.
Strafen: 5mal 2 Minuten gegen Seewen; 3mal 2 Minuten gegen Arosa.
EHC Seewen: Rüegger; Schnüriger, Michel; R. Büeler, Kohli; Liechti, T. Büeler; Bertoni, Gisler; Arnold, Portmann, Zurkirchen; Fries, Tschudi, Noll; Steiner, Christen, Koller; Wellinger, Bettinaglio, Märchy.
EHC Arosa: Kruijsen; Agha, Dünser; Spinetti, Brazzola; Bahar, Klopfer; Sälerno, Sahli; Lindemann, Hostettler, Bruderer; Däscher, Amstutz, Jeyabalan; Bandiera, Cola, Pfranger; Tosio, Roner, Infanger.
Bemerkungen: Seewen ohne Schön (verletzt). Arosa mit Fabrice Kruiijsen, Ex-Torhüter Seewen Saison 18/19 und Ramon Pfranger (Saison 16/17). 54. Time out Seewen. 




Aufräumen vor dem eigenen Tor. Yves Kohli (links) und Andreas Tschudi mit Hüter Bryan Rüegger gegen Arosas Nando Jeyabalan. Bild: Erhard Gick