Ein harziger Seewen-Sieg

Seewens Marco Waser kämpft hier um die Scheibe mit Louis Hungerbühler und Torhüter Daniel Styger. Bild: Erhard Gick
Der EHC Seewen gewinnt mit 3:2 gegen Frauenfeld. Das Spiel war nicht berauschend, einzig die drei Punkte für Seewen sind es.
Erhard Gick
Das Mittwochabendspiel zwischen dem EHC Seewen und dem EHC Frauenfeld war nicht auf höchstem Niveau. Frauenfeld verstand es über grosse Teile das Spiel der Seebner zu zerzausen. Trotzdem gewannen die Schwyzer mit 3:2.
«Wir sind heute nicht in Fahrt gekommen oder erst spät. Wir haben nichts das beste Spiel geboten aber trotzdem gewonnen. Die drei Punkte sind das Wichtigste», bilanzierte Cheftrainer Raphael Zahner. Nicht zufrieden war auch Captain Robin Büeler. «Heute hat es überall gefehlt. Wir waren motiviert, aber sind nicht ins Spiel gekommen. Ich denke, es war ein glücklicher Sieg für uns. Wir haben die Tore geschossen, als Frauenfeld Müdigkeit zeigte.»
Das erste Drittel in der Partie zwischen dem EHC Seewen und dem EHC Frauenfeld verlief nach dem Gusto der Thurgauer. Seewen bekundete Mühe, auf deren schnelle Vorstösse zu reagieren. Während es während der ersten zehn Spielminuten noch ein gegenseitiges Abtasten war, übernahmen die Gäste ab dem zweiten Spielabschnitt im Startdrittel das Diktat und fesselten die Schwyzer oft im eigenen Drittel. In der 13. Spielminute rächte sich das. Seewen brachte die Scheibe nicht aus dem Drittel. Gerber angelte sich das Spielgerät, schob es zu seinem Verteidiger Karrer zurück und der zirkelte dieses durch den ganzen Haufen Spieler hindurch ins Netz. Schön war die Sicht verdeckt, er konnte nicht reagieren. Wenigstens das Boxplay der Schwyzer stimmte, zwei Strafen konnte man schadlos überstehen.
Deutliche Steigerung im Mitteldrittel
Die erste gute Möglichkeit im zweiten Drittel erarbeitete sich Lars Kieni mit Calvin Schleiss, Luca Langenegger und Ramon Schnüriger. Aber der Abschluss war zu wenig effizient und landete in der Fanghand von Styger. Ein Überzahlspiel von Seewen in der 24. Minute brachte auch keinen Erfolg. Einzig ein Schussversuch im Powerplay von Livio Langenegger war ein Lichtblick. Beim anschliessenden Powerplay der Frauenfelder glänzte Schön mit einer sauberen Abwehr nach einem Schuss von Topskorer Dario Tanno. Dann machte Seewen endlich Druck und konsequentes Nachsetzen lohnte sich. Ein erster Schussversuch von Sandro Steiner prallte an den Schoner von Styger, Silvan Schönmann versuchte es ebenfalls und Sandro Steiner fand schliesslich in der 32. Minute die Lücke im Nachschuss zum Ausgleichstreffer. Die Chancenauswertung bei den Schwyzern war nicht vom Feinsten.
Frauenfeld gelang es mit Karrer einen Konter zu lancieren, das nach gut neun Minuten im Schlussdrittel. Der Puck verfehlte aber am linken Pfosten das Ziel. Fast unverständlich, dass Seewen sich das Spiel von den mit nur 14 Feldspielern angerückten Frauenfeldnern aufzwingen liess. In der 56. Spielminute besann sich Seewen eines Besseren und erzielte mit Livio Langenegger den Führungstreffer nach einem Zuspiel von Sandro Steiner. Und dann klappte es endlich mit den Kombinationen der Seebner. Herrlich herausgespielt war der dritte Seebner Treffer. Toll kombiniert von Calvin Schleiss zu Luca Langenegger in der 58. Minute. Jetzt war das Spiel gelaufen. Frauenfeld nahm die letzte eineinhalb Minuten seinen Hüter aus dem Spiel und schaffte durch Wetli nur noch den Anschlusstreffer.
EHC Seewen – EHC Frauenfeld 3:2 (0:1, 1:0, 2:1)
Kunsteisbahn Zingel, Seewen. 347 Zuschauer. SR: Tim Tzirtigabis/Sandro Wiedmer, Ovid Dana/Igor Lukac.
Tore: 13. Karrer (Gerber) 0:1. 32. S. Steiner (Schönmann) 1:1. 56. Livio Langenegger (S. Steiner) 2:1. 58. Luca Langenegger (Schleiss)3:1. 60. Wetli (Russo, Tanno) 3:2.
Strafen: 5-mal 2 Minuten gegen Seewen; 1-mal 2-Minuten gegen Frauenfeld.
EHC Seewen: Christian Schön; Lars Kieni, Robin Büeler; Livio Fischer, Francesco Gärtner; Noé Bachmann, Tim Büeler; Livio Reichmuth; Sandro Steiner, Silvan Schönmann, Livio Langenegger; Niklas Maurenbrecher, Mika Burkhalter, Marco Waser; Adrian Steiner, Jan Schwitter, Aron Welter; Calvin Schleiss, Luca Langenegger, Ramon Schnüriger; Janne Roulet.
EHC Frauenfeld: Daniel Styger; Valentino, Louis Hungerbühler; Nik Holstein, Severin Karrer; Tom Gerber, Adrian Wetli, Dario Tanno; Nino Russo, Rémy Von Allmen, Timo Kauth; Liam Sopa, Cyrill Fehr, Andrej Schläppi; Sebastian Hermann.
Bemerkungen: Am Spiel anwesend der Gesamtregierungsrat des Kantons Schwyz. 60. Time out Frauenfeld. 60. Frauenfeld ohne Styger.