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 EHCS: Coronavirus-Kommunikation


Geschätzte EHC Seewen-Familie

Ich schreibe Euch diese Zeilen, weil wir uns alle in einer ausserordentlichen Situation befinden. Die Auswirkungen des Coronavirus sind jetzt schon deutlich spürbar. Wir vom Vorstand machen uns intensiv Gedanken, was das für den EHC Seewen, den HCI und den Eishockeysport in unserer Region heisst und was wir tun können.

1) Erste Einschätzung des Coronavirus

Mittlerweile hat sich die Coronavirus-Lage zugespitzt. Der Notstand trifft uns auf verschiedenen Ebenen und wird leider tiefe Spuren hinterlassen. Die Wirtschaft steht praktisch still und wir müssen alle de facto zu Hause bleiben. Unsere Freiheit in all unseren Aktivitäten ist massiv eingeschränkt. Viele Firmen haben bald kein Geld mehr, Aufträge werden storniert, Zahlungen erfolgen verspätet oder gar nicht, Material wird nicht mehr geliefert, Betriebe werden behördlich verordnet geschlossen, Angestellte können nicht mehr bezahlt werden.

Der Bund und der Kanton Schwyz hat weitreichende Massnahmen zur Unterstützung der Unternehmen beschlossen. Die Details sind in Ausarbeitung und die Massnahmen sollen so schnell wie möglich wirken. Auch ist ein Unterstützungspaket von CHF 50 Mio. für den ehrenamtlichen Sport gesprochen worden. Auch hier werden die Details ausgearbeitet und wohl im Verlauf vom April können wir Subventionen beantragen.

2) Auswirkungen für den EHC Seewen

Auf der einen Seite laufen die Vorbereitungsarbeiten für die nächste Saison auf Hochtouren, auf der anderen Seite ist vieles sehr ungewiss. Das macht die Planung enorm schwierig. So wissen wir nicht, ob das Sommertraining bereits im Mai wie normal stattfinden kann. Wir wissen nicht, ob wir die GV Ende Juni ordentlich durchführen können. Wir wissen nicht, ob wir im August mit dem Trainingsbetrieb auf Eis starten können. Wir wissen nicht, welche Massnahmen der Eishockeyverband ergreifen wird.

Die finanzielle Lage des EHC Seewen ist aktuell solide und wir haben ausreichend Liquidität. Wir wissen aber beispielsweise nicht, wie viel Sponsoringeinnahmen oder Gönnerbeiträge wir nächstes Jahr erwirtschaften können. Gleichzeitig planen wir weiter in den Nachwuchs zu investieren. Es ist äusserst schwierig, heute schon Prognosen zu machen. Welches Szenario ist richtig? Ist im Juni alles wieder normal wie gewohnt oder findet die nächste Saison überhaupt statt? Wir wissen es heute nicht.

3) Was wir machen

Wir haben mittlerweile ein Paket mit über 50 Massnahmen definiert. Dabei geht es einerseits um Einsparungen und andererseits um andere Einnahmen. Es geht auch darum, die Liquidität zukünftig sicherzustellen und abzuwägen, wie wir die vorgesehenen Ausgaben mit den unsicheren Einnahmen decken können. Wir prüfen diese Massnahmen auf ihre Umsetzbarkeit. Wenn umsetzbar so ergreifen wir die notwendigen Schritte. Die Massnahmen betreffen die laufende Saison und insbesondere die nächste Saison. Sie betreffen alle Mannschaften und jeden Bereich des Vereins. Dabei gehen wir aktuell vom Szenario aus, dass die nächste Saison gespielt wird.

Wir arbeiten im Hintergrund. Wir telefonieren oder mailen mit den betroffenen Akteuren. Wir fragen um Unterstützung an. Wir koordinieren alle Aktivitäten und kommunizieren so gut es geht. Wir sind uns auch bewusst, dass Fehler oder Missverständnisse entstehen, bitten aber um Verständnis.

4) Eure Unterstützung für den EHC Seewen

Damit wir diese ausserordentliche Situation überstehen, brauchen wir Eure Unterstützung. Wir können das nur gemeinsam und mit grosser Solidarität aller Akteure schaffen. Es gilt also:

GEMEINSAM FÜR DEN EHC SEEWEN UND DAS EISHOCKEY !

Wir zählen auf Euch. Habt bitte auch Geduld und Verständnis.

Gerne stehe ich oder meine Vorstandskollegen für Fragen oder auch Ideen, Anregungen oder andere Überlegungen zur Verfügung. Kommt auf uns zu.

Mit sportlichen Grüssen und bleibt gesund,

Damian Freitag
Präsident EHC Seewen