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 EHC Seewen schafft sich mit Sieg Luft


Fast aller Abstiegssorgen somit praktisch schon entledigt.

(von Pepi Kälin)
Die Schwyzer waren sich der Wichtigkeit dieser Begegnung bewusst, aber natürlich auch der noch einiges stärker unter Druck angetretene Gegner HC Düdingen Bulls. Der Start in dieses Spiel gelang den Seebnern besser und sie spielten einfach, diszipliniert und einiges entschlossener als zuletzt. Jonas Fries und Yannic Noll hatten schon in der ersten Minute grosse Torchancen. Im Powerplay kam dann Düdingen besser ins Spiel und kreierte ebenfalls einige Torszenen, aber Seewens Defensivverbund mit Goalie Bryan Rüegger war im ganzen Spiel zumeist Herr der Lage. Es war ein animierter Spielbeginn, der in der 8. Minute mit einem herrlichen Hocheckschuss von Topskorer Claudio Zurkirchen im ersten Seewen-Powerplay gekrönt wurde. In der 12. Minute hatte Jann Bettinaglio die Gelegenheit nachzulegen. Alsdann war Düdingen am Drücker und nur ein sensationeller Big Save von Goalie Rüegger mit dem Stock verhinderte in der 16. Minute den Ausgleich. Auch zwei Minuten später, als ein Düdinger alleine auf ihn zustürmte, war er ruhig und abgeklärt zur Stelle. Es blieb somit beim verdienten knappen Vorsprung für die Schwyzer. Umso ärgerlicher, dass man den Start ins zweite Drittel verschlief und gleich nach 21 Sekunden den Ausgleich kassierte.

Und wieder ein frühes Gegentor gleich zu Drittelsbeginn
So brachte man sich zwischenzeitlich selber wieder um die Früchte der Anstrengungen. Düdingen hatte in dieser Phase mehr vom Spiel. Erst ein knapp am Tor vorbei gestreifter Schuss von Sandro Steiner in der 27. Minute liess den Knopf der Schwyzer wieder etwas lösen und das Spiel wogte hin und her. Drei Minuten vor Drittelschluss scheiterte Stefan Diezi nach einem unwiderstehlichen Energieanfall mit abschliessendem Schuss an Torhüter Damian Guggisberg. In der letzten Minute hatten die Freiburger-Gäste noch eine weitere Riesenchance und das Unentschieden war ein verdienter Zwischenstand. Dann aber 6 Sekunden vor Schluss des zweiten Drittels der Schock für die Gäste und die erneute Führung für das Heimteam.

Spannung bis am Schluss
Im letzten Spielabschnitt waren Chancen hüben und drüben, mit leichtem Plus für Düdingen, zu verzeichnen. Der Ausgleich schien ein paar Mal nahe, so vor allem in der 55. Minute, als Damien Riedi vor dem offenen Torwinkel den Puck nicht richtig traf und dieser am Tor vorbeikullerte. Die Seebner-Defensive hielt dicht und vorne hatte man ja noch Claudio Zurkirchen, der sich die Chance zu seinem dritten und entscheidenden Tor nicht nehmen liess und mit einem Weitschuss ins verwaiste Gehäuse der Gäste traf. Wie so oft im Eishockey nahm die Herausnahme des Torhüters damit kein gutes Ende für die agierende Mannschaft, die nur 11 Sekunden nach dieser Massnahme das dritte Gegentor kassierte. Dies bedeutete für den EHC Seewen endgültig Sieg, drei Punkte und Vorstoss auf den ersten Rang in der Abstiegstabelle. Viel wichtiger ist aber, dass bei den ausstehenden vier Spielen nur noch zwei Punkte fehlen zum endgültigen Ligaerhalt. 

EHC Seewen - HC Düdingen Bulls 3:1 (1:0, 1:1, 1:0)
KEB Zingel, Seewen. 378 Zuschauer. - SR: Schober, Grau/Spieler.
Tore: 8. Zurkirchen (Schnüriger, Noll / Ausschluss Riedi) 1:0; 21. Ducret (Abreu De Nobrega, Zwahlen) 1:1; 40. Zurkirchen (Fries) 2:1; 59. Zurkirchen (Christen, Noll) 3:1.
Strafen: 1 mal 2 Minuten gegen Seewen; 3 mal 2 Minuten gegen Düdingen Bulls.
Seewen: Rüegger; Schnüriger S., Scheiber; Büeler R., Christen; Auriemma, Büeler T.; Fries, Noll, Zurkirchen; Schön, Arnold, Diezi; Steiner, Portmann, Koller; Gisler, Bettinaglio, Märchy.
Düdingen: Guggisberg; Zwahlen, Tschanz; Bruni, Bulliard; Thom, Jörg; Abreu De Nobrega, Ducret, Riedi; Stettler, Baeriswyl, Chassot; Surdez, Schnegg A., Schnegg Q.; Leva.
Bemerkungen: 59. Timeout Düdingen Bulls. Ab 58:37 bis 58:49 Düdingen Bulls ohne Torhüter mit 6. Feldspieler.