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 EHC Seewen gewinnt gegen den Leader


2 Punkte erfreuen die Seebner Eishockeyaner und Plüschtiere viele Kinder.

(von Pepi Kälin)
In der Vorschau wurde nicht zuviel versprochen. Es war eine ausgeglichene, sehr enge Partie mit für einmal glücklichem, aber verdientem Ausgang zu Gunsten des EHC Seewen.


Gleich zu Beginn wogte das Spiel hin und her mit Chancen beidseits, aber leichten Vorteilen für den EHC Seewen. Nach gut vier Minuten wurde dann Goalie Rüegger contre-pied erwischt und sah bei diesem Gegentreffer sehr unglücklich aus. Dies gab den Wallisern natürlich Auftrieb und mit ihren technischen und läuferischen Vorteilen provozierten sie weitere Seebner-Fehler und führten die feinere Klinge. Dann glich sich aber das Spiel wieder aus und bei doppelter Überzahl konnten die Seebner unter frenetischem Beifall der zahlreichen Zuschauer zum Ausgleich einnetzen. Und weil dieses Spiel zum "Charity Game" deklariert wurde, wechselten eine Menge Plüschtiere den Besitzer. Die Zuschauer warfen ihre kleinen und grossen Plüschtiere aufs Eis und die Junioren des EHCS sammelten mit Einkaufswägelchen all diese für einen guten Zweck ein. Ein schnelles und ausgeglichenes erstes Drittel fand so mit einem gerechten 1:1 sein Ende.


Furioser Start des EHC Seewen ins zweite Drittel
Headcoach Albert Malgin stellte fürs zweite Drittel etwas um und beorderte Jonas Fries in die erste Linie. Diese Massnahme gereichte nicht zum Nachteil, obwohl das Fehlen vom quirligen und aufsässigen Stefan Diezi natürlich schmerzte. Mit viel Power kam man vom Pausentee und schon in der ersten Minute entstand eine 2:1-Situation vor dem Martigny-Kasten. Der erwähnte Jonas Fries entschloss sich anstelle eines Passes auf den freistehenden Yannic Noll selber zu schiessen und verpasste die Führung nur ganz knapp: der Puck sprang vom Torgestänge zurück. Ein Timeout von Martigny sollte die Pace der Seebner etwas brechen, aber der Druck ging unvermindert weiter und nur zwei Minuten später kam Lukas Märchy zentral vor dem Goal zum Schuss, der Puck verschwand aber im Fanghandschuh des ausgezeichneten Fèvre im Martigny-Tor. Sein Kontrahent im Seewen-Tor verlor in der 27. Minute kurzzeitig beim Powerplay des Gegners die Orientierung und kassierte so ein zweites unglückliches Tor. Ansonsten zeigte aber auch er eine gewohnt sichere und solide Leistung. Seewen liess sich ob dieses Missgeschickes aber nicht entmutigen und überzeugte weiterhin. Es schien ein Spiel mit umgekehrten Vorzeichen, denn Martigny war ja eigentlich der unangefochtene Leader mit bisher doppelt so viel ergatterten Punkten als die Seebner. Die Fans des EHCS hatten ihre helle Freude am Auftritt ihrer Mannschaft. Diese spielte sehr gut auf den Mann, machte aber auch die Räume eng und war läuferisch top und diszipliniert. All das passte dem Walliser-Leader nicht ins Konzept und die erneute Führung der Seebner kurz vor Drittelsende war mehr als verdient.


Start ins dritte Drittel missraten

Nach diesem begeisternden zweiten Spielabschnitt hoffte man auf eine Fortsetzung, die aber bereits nach 42 Sekunden des dritten Drittels mit dem Ausgleich arg gedämpft wurde. Die erste Linie des HSV Martigny zog wieder ihr gekonntes Spiel auf und kreierte einige Chancen. Aber auch in dieser Phase des Spiels hielt Seewen gut mit und fünf Minuten vor Schluss hatte Sandro Steiner nach einem Kabinettstücklein eine Riesenchance zum Game winning goal. Zwei Pfostenschüsse je auf einer Seite dokumentierten, dass das Spiel auf die eine oder andere Seite kippen konnte. Schön und verdient für den EHC Seewen, dass dann das Glück beim Penaltyschiessen für einmal auf seiner Seite stand und auch der zweite Punkt so gesichert werden konnte.


Charity Game
Das vom EHC Seewen unter der Leitung von Stefan Schön organisierte Spiel für einen guten Zweck war ein voller Erfolg. Die Zuschauer machten grandios mit und weil es so viele Plüschtiere gegeben hat, können sich bei Interesse weitere Kinderorganisationen beim EHC Seewen unter der E-Mail charitygame.ehcs@outlook.com melden.




EHC Seewen - HCV Martigny 4:3 n.P. (1:1, 2:1, 0:1, 1:0)
KEB Zingel, Seewen. 706 Zuschauer. - SR: Paroz, Grau / Spieler.
Tore: 5. Gailland (Vodoz, El Assaoui S.) 0:1; 17. Büeler R. (Kutil, Arnold / Ausschlüsse Vodoz und Thévoz) 1:1; 22. Kutil (Steiner, Portmann) 2:1; 27. Currit (Gailland, Thévoz / Ausschluss Büeler R.) 2:2; 39. Arnold (Wellinger, Schön) 3:2; 41. Gailland (Vodoz, El Assaoui M.) 3:3; Penalties Bettinaglio und Schnüriger für EHCS erfolgreich, Thévoz bei HCVM.
Strafen: 6 mal 2 Minuten gegen Seewen; 7 mal 2 Minuten und 1 mal 10 Minuten Disziplinarstrafe gegen Martigny.
EHC Seewen: Rüegger; Schnüriger, Büeler T.; Büeler R., Michel; Liechti K., Kutil; Schön, Reichmuth; Diezi, Noll, Zurkirchen; Wellinger, Arnold, Fries; Steiner, Portmann, Koller; Gisler, Bettinaglio, Märchy.
HCV Martigny: Fèvre; Kohler, El Assaoui S.; Thévoz, Pelletier; Curit, Jaquet; Sammali, Dellessert, Lahache; Vodoz, Gailland, El Assaoui M.; Bonvin, Merola, Taccoz; Jaquet, Martinez, Dayer.
Bemerkungen: Pfostenschüsse in der 21. Minute durch Fries und 58. Minute durch Noll (Seewen) sowie 57. Minute HCV Martigny. Timeout HCVM 21:52.