Krasser Fehler kostete möglichen Sieg


Lukas Märchy, Davide Bertoni und Rino Gisler versuchen hier gegen Dübendorfs Damon Puntus durchzukommen. Bild: Erhard Gick


Es war eine schwere Aufgabe, das war klar. Seewen verlor gegen den EHC Dübendorf unverdient mit 2:3.


Erhard Gick

Es sah lange nach einem Spiel aus, welches in der Verlängerung eine Entscheidung verlangte. Im Schlussdrittel gestalteten beide Teams das Spielgeschehen ausgeglichen. Nach 45 Minuten stand es 2:2 und alles war noch offen.
Eine bittere Pille hatte Seewen in dieser entscheidenden Spielphase des Schlussdrittels zu schlucken. Zuerst glich Röthlisberger einen 2:1-Vorsprung der Seebner zum 2:2 aus, dann sassen zuerst Birchler und Röthlisberger für die Zürcher in der Kühlbox. Das Powerplay konnten die Seebner nicht richtig nutzen. Im Gegenteil: Einem Befreiungsschlag der Gäste eilte Dübendorfs Schmidli hinterher. Rüegger, bisher makellos im Seebner Tor spielend, eilte zur Scheibe hinter dem Tor, wollte sie wegschlagen, traf die Scheibe unglücklich. Aus dem Befreiungsschlag wurde ein voller Erfolg. Schmidli musste nur ums Tor herumlaufen und den Puck einschieben. Der mögliche Spielgewinn oder noch eine Verlängerung waren damit vertan.
Seewen spielte bisher auf Augenhöhe mit den Zürchern. Hoffnung gab es dann in der 56. Minute, als Hebeisen wieder die Kühlbox hütete. Zurkirchen und Arnold besassen gute Möglichkeiten, aber das Glück hatten die wacker kämpfenden Einheimischen nicht gepachtet. Und ohne Hüter spielend, brachte es Seewen auch nicht den erhofften Erfolg.


In Druck und Unterzahlphase das Tor kassiert

Der Einstieg in die Partie war alles andere als langweilig. Beide Teams schenkten sich nichts, ein offener Schlagabtausch. Allerdings war das Spiel der Zürcher Gäste im Aufbau meist etwas präziser, mit sehr schnellen und genauen Passfolgen brachten sie sich immer wieder in Stellung. Das Abwehr-Dispositiv der Seebner funktionierte aber einwandfrei. Bis etwa vier Minuten vor dem ersten Drittelsende hielt Seewen gut mit, dann erhöhte Dübendorf den Druck massiv auf das Tor von Rüegger, der bis anhin eine makellose Partie spielte. In der 19. Minute wurde Schnüriger angerempelt, er stüzrte in die Beine eines Gegenspielers. Schiri Hürlimann gab Beinstellen. Dean Schnüriger, ehemals Seewen, versenkte schliesslich in Überzahl zum 0:1. Danach fing sich Seewen wieder.
Das Mitteldrittel gestaltete Seewen von Beginn weg. Der Spielaufbau war gut, der Kampfgeist ebenso. Mit einfachen Spielzügen kamen die Gastgeber immer wieder gefährlich vors gegnerische Tor. Einen Erfolg wollte es aber noch nicht geben. Einen Konterangriff Dübendorfs nutzte Wellinger zum Gegenangriff. Mit seinem Solo war er effizient und erfolgreich. In der 25. Minute kam der Ausgleich zum 1:1. Dieses Tor ab den Einheimischen Auftrieb, sie beherrschten das Geschehen weiter. In der 38. Minute servierte Steiner einen pfannenfertigen Querpass ins Slot zu Bettinaglio und der versenkte direkt zum 2:1. Rein vom Spielverlauf war nach zwei Dritteln davon auszugehen, dass der Spielentscheid auf das Schlussdrittel vertagt war.

Seewen - Dübendorf 2:3 (0:1, 2:0, 0:2)
Kunsteisbahn Zingel, Seewen. 589 Zuschauer. SR: Hürlimann, Spieler/ Iseli.
Tore: 20. (19.35) D. Schnüriger (Schumann, Röthlisberger / Ausschluss S. Schnüriger) 0:1. 25. Wellinger 1:1. 38. Bettinaglio (Steiner) 2:1. 45. Röthlisberger (Leu, Roth) 2:2. 52. Schmidli 2:3.
Strafen: 2-mal 2 Minuten gegen Seewen; 4-mal 2 Minuten gegen Dübendorf.
EHC Seewen: Rüegger; S. Schnüriger, Scheiber; Büeler, Bertoni; Auriemma, Graf; Schön; Fries, Noll, Zurkirchen; Wellinger, Arnold, Diezi; Steiner, Portmann, Koller; Gisler, Bettinaglio, Märchy.
EHC Dübendorf: Meier; Leu, Roth; Breiter, Hebeisen; Piai, Hurter; Birchler, Wettstein; Widmer, Pozzorini, Zanzi; Schmidli, Suter, Berni; Puntus, D. Schnüriger, Derder; Kreis, Röthlisberger, Schumann.
Bemerkungen: Zweiter Einsatz von Verteidiger Nico Graf (EVZ Academy, B-Lizenz). Seewen ohne Christen, Michel und Kutil (Rekonvaleszent). 48. Steiners Schuss auf der Torlinie geblockt. 59. Time out Seewen; Seewen ohne Ruegger.






 Erkämpfter Sieg in Dübendorf


Weitere wichtige drei Punkte gesichert.

(von Pepi Kälin)
Man kann diskutieren, ob es ein Vor- oder Nachteil ist, gegen einen Gegner zu spielen, der sein erstes Ziel (Playoff-Qualifikation) schon erreicht hat. Zum einen kann dann befreit aufgespielt werden, aber zum andern ist ein gewisser Spannungsabbau und daraus folgernd Konzentrationsfehler nicht zu unterschätzen. Genau das schien auch den EHC Dübendorf am letzten Samstagabend passiert zu sein. Das soll aber die Leistung des EHC Seewen keinesfalls schmälern.


Man kämpfte von der ersten bis zur letzten Minute und belohnte sich am Ende mit wichtigen drei Punkten. Das erste Drittel verlief sehr ausgeglichen und der Führungstreffer des Heimteams konnte Stefan Diezi backhand ausgleichen. Im zweiten Spielabschnitt passierte Ungewöhnliches: Die Seebner glänzten mit Effizienz. Yannic Noll düpierte Goalie Trüb mit einem Schuss in die linke, nahe Ecke, beim Premierentor von Riccardo Auriemma war eine Strafe angezeigt und beim vierten Tor konnte Rino Gisler alleine davonziehen und herrlich ins hohe Eck treffen. Im Schlussdrittel plätscherte das Spiel anfänglich so dahin, ehe Dübendorf den zweiten Teffer markierte und alsdann der EHC Seewen noch zittern musste. Einige Strafen trugen dazu bei und auch das Rausnehmen des Goalies für einen sechsten Feldspieler liess das Übergewicht des Heimteams noch verstärken. Mit vereinten Kräften konnte aber weiteres Unheil verhindert und der verdiente Sieg bejubelt werden. Assistenzcoach Daniel Boss meinte am Schluss zurecht: «Die Schlussoffensive der Dübendorfer kostete Nerven und war unnötig, aber alles andere lief perfekt für uns» und Reto Stirnimann von Dübendorf: «Nach der Qualifikation für die Playoff waren wir wohl in einem Wohlfühlklima - Erleichterung und Zufriedenheit machten sich breit, und nur mit schön spielen gewinnt man keine Spiele». Für Seewen gilt es nun am kommenden Mittwochabend zuhause gegen diesen Gegner nachzulegen - der Playoffstrich liegt wieder ganz nahe...


EHC Dübendorf - EHC Seewen 2:4 (1:1, 0:3, 1:0)
Kunsteisbahn Im Chreis, Dübendorf ZH. 869 Zuschauer. - SR: Graber, Hollenstein/Wittwer.
Tore: 17. Hebeisen (Widmer, Pozzorini) 1:0; 19. Diezi (Wellinger) 1:1; 23. Noll (Zurkirchen / Ausschluss Widmer) 1:2; 32. Auriemma (Zurkirchen, Noll) 1:3; 38. Gisler (Schnüriger) 1:4; 53. Pfister (Roth) 2:4.
Strafen: 5 mal 2 Minuten gegen Dübendorf; 8 mal 2 Minuten und 1 mal 10 Minuten Disziplinarstrafe gegen Seewen.
EHC Dübendorf: Trüb (38. Meier); Leu, Breiter, Roth, Hebeisen; Hurter, Piai, Stettler; Wettstein; Widmer, Pozzorini, Puntus; Schmidli, Suter, Schumann; Neff, Schnüriger, Derder; Kreis, Röthlisberger, Pfister.
EHC Seewen: Rüegger; Schnüriger S., Scheiber; Büeler R., Bertoni; Liechti, Auriemma; Bettinaglio; Fries, Noll, Zurkirchen; Wellinger, Arnold, Diezi; Steiner, Portmann, Koller; Gisler, Schön, Märchy.
Bemerkungen: 38. Goaliwechsel Dübendorf: Meier für Trüb.







 Blitzstart von Seewen...


...führte zu drei wichtigen Punkten.

(von Pepi Kälin)
Wenn man die Aufstellung des EHC Seewen von gestern Abend mit dem Spiel vom 2. Oktober in Arosa vergleicht, so fällt auf, dass vor allem im Defensivverbund einiges umgestellt werden musste. Mit Ausnahme von Robin Büeler war kein einziger Verteidiger bereits im Herbst dabei. Das liess die Seebner aber nicht daran hindern, sofort loszulegen, im Wissen um die Wichtigkeit dieser Partie. Ein veritabler Blitzstart wurde hingelegt und nach knapp 4 ½ Minuten führte man mit 0:2 - umgekehrte Vorzeichen zum ersten Spiel, wo Arosa mit dem gleichen Resultat führte. Das Anschlusstor gelang den Bündner dann noch bis zum Drittelsende.

Matchwinner Sandro Steiner mit einem Tor und zwei Assists

Beide Teams spielten diszipliniert und die Unparteiischen mussten bis zur Hälfte des Spieles keine einzige Strafe aussprechen. Dann wanderten aber innert einer Minute gleich zwei Seebner auf die Strafbank, gut für Seewen hatte Stefan Diezi unmittelbar vorher den Zweitorevorsprung wieder hergestellt und konnte das Heimteam die 5:3-Überzahl nicht ausnützen. Im dritten Drittel kamen die Bündner nochmals heran, aber der EHC Seewen konnte den sehr wichtigen "Dreier" heimnehmen und sich für diese Parforce-Leistung Lob einheimsen.

EHC Arosa - EHC Seewen 2:3 (1:2, 0:1, 1:0)
Sport- und Kongresszentrum Arosa. 660 Zuschauer. - SR: Steiner, Nater/Hollenstein.
Tore: 2. Graf (Schönmann, Steiner) 0:1, 5. Steiner (Koller, Schönmann) 0:2, 14. Pfranger (Lindemann) 1:2, 29. Diezi (Steiner, Kutil) 1:3; 44. Amstutz (Jeyabalan, Bandiera) 2:3;
Strafen: je 3 mal 2 Minuten gegen Arosa und gegen Seewen.
EHC Arosa: Kruijsen, Lindemann, Hostettler; Bahar, Klopfer; Carevic, Brazzola; Agha, Däscher; Infanger, Roner, Bruderer; Bandiera, Amstutz, Jeyabalan; Lampert, Cola, Pfranger; Tosio, Weber, Roffler.
EHC Seewen: Liechti, Kutil, Scheiber; Büeler R., Bertoni; Auriemma, Graf; Schnüriger R.; Fries, Noll, Zurkirchen; Wellinger, Arnold, Diezi; Steiner, Schönmann, Koller; Gisler, Schön, Märchy.
Bemerkungen: Arosa von 58:57 bis 59:55 mit 6. Feldspieler, ohne Torhüter Kruijsen.






 Niederlage beim Aufsteiger und Schlusslicht


Totaler Zusammenschluss am Ranglistenende.

(von Pepi Kälin)
Der EHC Seewen hat sich für dieses wichtige 6-Punkte-Spiel viel vorgenommen. Dass aber in der Umsetzung diesmal vieles nicht passte, bleibt ein Rätsel. Im Gegensatz zu Aufsteiger Lyss, konnten sich die Seebner dem Vorwurf nicht verwehren, im Spiel zu passiv gewesen zu sein.
Nach einem ausgeglichenen, torlosen ersten Drittel, kam zur Spielmitte der unglückliche Zusammenprall von Maurus Michel mit einem gegnerischen Spieler. Der anschliessende Ausfall des Seebner Verteidigers verkraftete das junge Team scheinbar schlecht und das folgende Verlusttor war geschenkt und trug das seinige dazu bei. Man brachte im Mitteldrittel nicht mehr allzu viel zustande, konnte aber wenigstens den Schaden mit dem einen Tor sehr in Grenzen halten.


Aufbäumen brachte nichts mehr 
Zu Beginn des Schlussdrittels buchte dann aber Lyss zum Zweitorevorsprung. Mit dem Anschlusstreffer von Roman Wellinger kam wieder vermehrt Spannung ins Spiel zurück, zumal Claudio Zurkirchen fünf Minuten vor Spielende auch noch den Pfosten traf und den Ausgleich somit nur ganz knapp verpasste. Die Entscheidung folgte dann kurz darauf, als der Lysser Captain Florin Gerber zum 3:1 traf und die Mehrheit der über 1000 Zuschauer jubeln liess. Der Seebner Anhang war etwas konsterniert und enttäuscht, dass es einmal mehr nicht gelang, sich über den Playoff-Strich zu hieven. Im Gegenteil, mit dieser Niederlage erfolgte der totale Zusammenschluss am Ranglistenende und man sah sich plötzlich selber als Schlusslicht wieder (punktgleich mit Lyss und Düdingen). Aber alles ist immer enger zusammen und der Abstand zum Strich beträgt weiterhin nur gerade drei Punkte. Wie Assistenztrainer Daniel Boss am Schluss richtig analysierte «jetzt müssen Punkte her, alles andere zählt nicht mehr». Am besten schon am kommenden Mittwoch auswärts in Arosa gegen einen weiteren Direktkonkurrenten.


SC Lyss - EHC Seewen 3:1 (0:0, 1:0, 2:1)
Seelandhalle Lyss, 1044 Zuschauer. - SR: Steiner, König/Iseli.
Tore: 25. Burgener (Wyss, Blatter), 1:0, 43. Delémont (Von Dach, Balsiger) 2:0, 47. Wellinger (Märchy, Portmann) 2:1, 58. Gerber (Leuenberger) 3:1.
Strafen: 1 mal 2 Minuten gegen Lyss; 3 mal 2 Minuten gegen Seewen.
SC Lyss: Geissbühler; Wyss, Aeschlimann; Schmid, Graf; Suleski, Röthlisberger; Delémont; Burgener, Girardin, Blatter; Mattioni, Wüest, Colomb; Gerber, Siegenthaler, Leuenberger; Von Dach, Balsiger, Kovac.
EHC Seewen: Liechti; Schnüriger, Scheiber; Büeler R., Auriemma; Michel, Kutil; Bertoni; Fries, Noll, Zurkirchen; Wellinger, Arnold, Diezi; Steiner, Portmann, Koller; Gisler, Schön, Märchy.
Bemerkungen: Kicktor von Lyss im 1. Dirttel aberkannt. Pfostenschuss von Seewen im 3. Drittel.





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Spielbeginn: 17.30 Uhr
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bei dringenden Fragen:
Matthias Sigg, 079 888 28 50
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